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Kein Plan? – Über den effizienten Umgang mit Zeit

Kein Plan? – Über den effizienten Umgang mit Zeit

Wer kennt das nicht – es scheint immer so, dass alle anderen Leute mehr Zeit haben als man selbst. Wenn Freunde, Bekannte oder Familie davon berichten, was sie so alles gemacht haben, beschleicht einen nicht selten das Gefühl, dass man selbst viel mehr Zeit bräuchte. Gerade wenn man selbstständig ist, fehlt es einem häufig an dem raren Gut – oder nicht?

Im Prinzip geht es weniger darum, wie viel Zeit man zur Verfügung hat, (denn jeder bekommt pro Tag 24 Stunden) sondern vielmehr, wie man diese nutzt.

Da ich selbst freiberuflich arbeite, kenne ich das Gefühl von „ich wollte doch noch …“ nur zu gut. Die Freizeit kann darunter auch ziemlich in Mitleidenschaft gezogen werden, denn selbst der tollste Tag am See oder der leckerste Cocktail der Stadt lassen sich nur schwer geniessen, wenn die Pflichten immer im Hinterkopf sind.

Dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, seine Zeit effizienter zu nutzen. Eine To-do-Liste, ob digital oder old school, hilft einem dabei enorm weiter. Zum einen hat man eine Übersicht über die zu erfüllenden Aufgaben, zum anderen ist es sehr befriedigend, einen Listenpunkt abzuhaken.

Zusammengefasst sehen die einzelnen Aufgaben meist auch gar nicht mehr so schlimm aus…

Am besten ist es, gleich beim Auflisten Prioritäten zu setzen. Macht euch am besten eine Liste mit drei Kategorien:

  • Was muss erledigt werden ?
  • Was sollte erledigt werden ?
  • Was möchte ich gerne tun ?

Die erste Kategorie enthält Dinge, die nicht verschoben werden können oder bei denen es grosse Folgen hat, wenn sie nicht erledigt werden.

Die zweite Kategorie ist für Aufgaben, die angepackt werden sollten, aber nicht eilig sind. Wenn eure erste Kategorie nicht zu voll ist, macht euch an diese Aufgaben.

Die dritte Kategorie ist für Dinge, die ihr tun möchtet, die aber nicht wichtig für eure Arbeit sind. Hier kommen beispielsweise Freizeitaktivitäten oder Haushalt unter.

Überlegt euch für die Liste konkrete Ziele und seid dabei so genau wie möglich.

Schreibt beispielsweise nicht „eine Stunde Kleider nähen“ auf, mit solchen Vorsätzen läuft man Gefahr, abgelenkt zu werden, die Stunde zu vertrödeln und seinen Punkt mit dem Wissen abzuhaken, ihn nicht wirklich erfüllt zu haben.

Besser ist also ein Listen-Punkt wie „2 Kleider nähen“. Wenn ihr fertig seid, habt ihr euer Soll auch tatsächlich erfüllt und habt Zeit, Dinge zu tun, die zu eurer Freizeit gehören.

Sich für jede Aufgabe ein unverbindliches Zeitfenster zu schaffen, ist allerdings durchaus sinnvoll, um die Zeit auch im Voraus gut einschätzen und sich bei der Arbeit auf das Wesentliche beschränken zu können. Setzt euch also das Ziel (Listenpunkt) und schreibt auf, wie viel Zeit ihr dafür aufwenden wollt. Wenn es länger dauert, oder ihr schneller fertig seid, fällt es euch das nächste mal leichter, eure Zeit einzuschätzen.

Eure Lisa

 

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