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Klappe, die Zweite!

Klappe, die Zweite!

Donnerstag, letzte Vorbereitungen

Nach einer kurzen Nacht geht der Wecker ab. Gut kann ich mich jedes Mal am tollen Wecksound erfreuen. Dieses Mal ist es „ Madonna – Get into the groove“. Und einen extra starken Espresso mit Zitrone später bin ich bereit für den Ritt durch die weite Prärie bzw. die Fahrt durch die Nordwestschweiz.

Nach der üblichen Arbeit in der Firma geht es heute ans Requisiten-Basteln. Hierzu hatte ich bereits einen ganzen Haufen klassischer Einmachgläser organisiert und unsere Designer damit beauftragt, ein Logo zu dem von uns gewählten Label-Namen für den Clip zu entwerfen. Dabei haben uns im Übrigen bei der Namens- und Farbgebung vom Heaven’s Pub, unserer Dreh-Location, inspirieren lassen. Einige Stunden später inmitten von Papierschnipseln und überglücklich über die fachkundige Bastel-Beratung durch Pia Tonin von Q13, sind drei grosse Kisten mit gelabelten Einmachgläsern gefüllt und im Transporter verstaut.

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Freitag, erster Drehtag

07:45, der Wecker geht ab. Kurz darauf lässt mich „The Offspring – Pretty fly for a white guy“ unter der Dusche laut mitsingen. Das macht Laune, der erste Drehtag kann beginnen.

Nach einigen firmeninternen Arbeiten fahre ich los und treffe wenig später am Drehort ein. Nun geht es ohne Umschweife daran, die noch mit Produkten gefüllten Verkaufsregale planvoll auszuräumen, die Verkaufstheke aufzustellen und die Requisiten zu verteilen. Licht und Technik steht inzwischen auch. Noch ein kurzer Check – und los geht’s.

Der Hazer wird angeworfen und alle Fenster geschlossen. Wir wollen ja nicht, dass die Feuerwehr anrückt, so wie es qualmt. Im Folgenden macht Klemens in seiner Rolle als Inhaber des Heaven’s Air-Ladens alle Ehre.

Die wichtigsten Szenen sind im Kasten und wir machen Feierabend. Das obligatorische „High Five“ und unsere Auto-Kolonne bewegt sich durch die Nacht zurück ins Tal. Ein langer aber spitzenmässiger Tag geht zu Ende.

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Samstag, zweiter Drehtag

08:00 der Wecker geht ab, „Risin‘ high – H-Blockx“ wünscht mir einen guten Morgen. Ja, es wird Zeit sich zu bewegen („Time to move“ – so heisst das Album), wir haben wieder viel vor.

Es gibt heute einiges zu tun, denn es ist ein kompletter Kulissen-Wechsel vorgesehen. Der Drehort wird nach Allschwil in ein altes Haus verlegt. Dorthin begebe ich mich zusammen mit Klemens, nachdem ich die am Vortag vorbereiteten Requisiten eingeladen habe.

Vor Ort angekommen treffen wir auf das Drehteam. Nun heisst es erst einmal die 5 grossen Kisten in den Dachstuhl tragen und die Kulisse aufbauen. Und Action!

Es hat alles geklappt und wir freuen uns über super Aufnahmen. Klemens hatte eine riesen Freude an seiner Rolle und dem Kuscheltier – und wir mit ihm. 😉 Jetzt aber schnell alles abbauen, das Haus putzen und zurück ins Lager, die restlichen Sachen für den letzten Drehtag einladen.

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Sonntag, Dritter Drehtag

07:45, der Wecker geht ab und „a-ha – The sun always shines on tv“ macht mir Mut, dass das Wetter für die Aussenszene ebenfalls gut sein wird.

Leider sind kurz vor Drehbeginn noch einige Statisten abgesprungen. Dies bedeutet konkret: Schnell zum Drehort aufs Land fahren, ausladen und gleich wieder zurück in die Stadt, um Leute quasi von der Strasse zu entführen. Vor allem Sonntags sind dabei Orte ergiebig, an denen sich Leute zum Essen einfinden – insbesondere Fast Food-Restaurants. Allein hier konnten wir drei Personen kidnappen. Weitere fünf Personen sammelten wir an Bushaltestellen und in einem Atelierhaus ein.

Endlich zurück, ist der Dreh der Aussenszenen mit den anderen Statisten bereits in vollem Gang, Klemens hatte, wie verabredet vor Ort das Zepter übernommen. Perfekt!

Nun heisst es auch für mich raus aus den Klamotten und ab vor die Kamera. Das lasse ich mir nicht entgehen. Danach folgen bei allen neue Outfits im Wechsel, gut haben wir einen ganzen Kleiderschrank eingepackt, aus dem man sich bedienen kann.

Bereits nach einer knappen Stunde ist alles gedreht und wir verabschieden uns dankbar von den Statisten. Für uns ist aber noch lange nicht Feierabend. Wir drehen noch einige Szenen und dann geht es an die grosse Aufräum-Aktion. Gut, muss ich das nicht alleine machen… danke Marc! 😉 Und darüber hinaus werden wir von den Nachbarn angenehm mit fruchtigen Leckereien überrascht. Besser kann ein Drehtag nicht enden!

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Es war wie immer ein Abenteuer und Action, wie ich sie liebe. Schon bald steht der dritte Dreh an, ich freue mich!

 

Euer Holger

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